Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, weshalb der Erhalt der Wasserqualität und der Schutz der Hausinstallation oberste Priorität haben. Hartes, kalkhaltiges Wasser führt in vielen Regionen zu hartnäckigen Ablagerungen in Rohrleitungen, Warmwasserbereitern und Haushaltsgeräten, was deren Energieverbrauch drastisch erhöht.
Ein effektiver Kalkschutz lässt sich durch den Einbau einer Wasserenthärtungsanlage auf Ionenaustauschbasis realisieren. Diese ersetzt die Härtebildner Calcium und Magnesium durch Natriumionen. Das Ergebnis ist weiches Wasser, das Rohrleitungen schont, Kalkränder auf Fliesen minimiert und den Verbrauch von Wasch- und Reinigungsmitteln halbiert.
Neben dem Kalkschutz ist die Einhaltung der Trinkwasserhygiene nach DIN EN 806 essenziell, um die Vermehrung von Keimen wie Legionellen zu verhindern. Hierbei gilt die Grundregel: Wasser muss fließen. Totleitungen im System müssen unbedingt zurückgebaut werden, da stehendes Wasser (Stagnation) ein idealer Nährboden für Bakterien ist.
Die Warmwassertemperatur am Austritt des Speichers sollte konstant auf mindestens 60 Grad Celsius eingestellt sein, um Legionellen zuverlässig abzutöten. Gleichzeitig sollten Kaltwasserleitungen gut gedämmt sein, damit sich das kalte Wasser nicht durch benachbarte Heizungsrohre erwärmt, da Keime sich zwischen 25 und 45 Grad besonders schnell vermehren.
Ein regelmäßiger Austausch oder die Reinigung der Filterpatrone am Hauswasseranschluss sichert den hygienischen Zustand des Systems. Dieser Filter verhindert, dass Schmutzpartikel und Rost aus dem öffentlichen Netz in die Hausinstallation gelangen und dort Lochfraß oder Verstopfungen an den Armaturen verursachen.