Ein akuter Wasserschaden durch einen Rohrbruch oder ein Leck in der Sanitärinstallation erfordert schnelles und besonnenes Handeln, um gravierende Schäden an der Bausubstanz und dem Hausrat zu minimieren. Der allererste Schritt ist immer das sofortige Absperren der betroffenen Wasserzuleitung oder des Hauptwasserhahns.
Nachdem der Wasserfluss gestoppt wurde, sollte in den betroffenen Räumen umgehend der Strom im Sicherungskasten abgeschaltet werden, falls Wasser in die Nähe von Steckdosen, Lichtschaltern oder Kabelwegen gelangt ist. Es besteht akute Lebensgefahr durch Stromschläge, wenn feuchte Wände unter Spannung stehen.
Anschließend gilt es, das ausgetretene Wasser so schnell wie möglich aufzunehmen und empfindliche Möbel sowie Hausrat aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. Zudem empfiehlt es sich, den Schaden und die betroffenen Stellen fotografisch lückenlos zu dokumentieren. Diese Bilder sind für die spätere Schadensregulierung mit der Gebäude- oder Hausratversicherung essenziell.
Erst nach diesen Erstmaßnahmen sollte der Sanitär-Notdienst verständigt werden. Ein professioneller Notdienst lokalisiert die genaue Bruchstelle – oft mithilfe zerstörungsfreier Leckortungsmethoden wie Thermografie oder Endoskopie – und führt eine fachgerechte und dauerhafte Reparatur des Rohrleitungsabschnitts durch.
Nach der erfolgreichen Reparatur muss die betroffene Wand- und Deckenfläche professionell getrocknet werden. Bleibt die Restfeuchte im Mauerwerk, droht innerhalb weniger Wochen gesundheitsgefährdender Schimmelbefall. Hierzu kommen spezielle Bautrocknungsgeräte zum Einsatz, die über mehrere Tage oder Wochen betrieben werden müssen.